Für Zimmereibetriebe

Vordach kalkulieren: in 3D, mit Holzliste für den Abbund

Das Haustürvordach als Pult-, Sattel- oder Walmdach, freitragend auf Konsolen oder auf Pfosten. Ihr Kunde stellt es auf Ihrer Website zusammen, Sie bekommen Holzliste, Dachfläche und eine Anfrage mit den Angaben zur Wand.

Was beim Vordach gerechnet wird

Der Konfigurator baut das Tragwerk aus den Eingaben auf: Wandpfette und Traufpfette, Sparren im Achsabstand von 65 cm, Konsolstreben oder Pfosten mit Kopfbändern. Aus dem Modell kommen Holzliste, Holzvolumen und die geneigte Dachfläche.

Die Querschnitte stammen aus den Staffelungstabellen, die auch beim Carport gelten, mit einer Untergrenze: Sparren mindestens 80 × 160 mm, Pfetten mindestens 160 mm hoch. Bei 1,50 m Spannweite liefert die Tabelle 60 × 120, und das sieht unter einem Vordach aus wie eine Dachlatte.

Freitragend auf Konsolen oder auf Pfosten

Über der Haustür will niemand Pfosten im Weg haben. Die Vorgabe ist deshalb freitragend: Zwei Konsolstreben laufen mit 45° von der Wand zur Traufpfette, je eine unter dem äußeren Sparren, bündig mit dem Ortgang. Ein kurzer Wandpfosten schließt die Konsole nach unten ab. Der Kragarm zählt in der Bemessung wie eine doppelte Spannweite.

Freitragend ist bei 1,50 m Ausladung Schluss. Darüber verlangt die Konsole eine Verankerung, die eine verschraubte Wandbefestigung nicht mehr hergibt. Dann stellt der Konfigurator auf Pfosten um: 12, 14 oder 16 cm stark, im Abstand von höchstens 2,50 m, mit Kopfbändern zur Pfette. Wer die Wand ganz freihalten muss, wählt die Bauart mit einer zweiten Pfostenreihe an der Wand. Das Vordach steht dann auf vier Stützen und hängt an nichts.

Pultdach, Satteldach oder Walmdach

Das Pultdach als Schleppdach ist die häufigste Form: Eine Fläche fällt von der Wand nach vorn ab, 5° bis 22°. Beim Satteldach steht der First rechtwinklig zur Wand, der Giebel zeigt nach vorn. Ein First parallel zur Wand fehlt bewusst, er würde eine halbe Dachfläche gegen die Hauswand entwässern.

Das Walmdach ist das Satteldach mit abgewalmter Vorderseite: zwei Gratsparren, Schifter dazwischen, eine vordere Traufpfette, die den Pfettenring schließt. Bei Sattel und Walm liegt die Neigung zwischen 15° und 35°, darunter ist der First keiner mehr. Beide Giebelformen bekommen einen Bundbalken zwischen den Traufpfetten und einen Firstpfosten darauf, damit die Firstpfette nicht frei aus der Wand kragt.

Die Eingaben

Breite an der Wand 1,00 bis 4,00 m, Ausladung 0,80 bis 2,50 m, lichte Höhe an der Traufe 2,00 bis 3,20 m. Die Höhe meint die Unterkante des tiefsten Holzes, also die Zahl, nach der ein Kunde fragt. Der Dachüberstand kommt auf das Tragwerk obendrauf, 25 cm an der Traufe und 20 cm am Ortgang.

Dazu Holzart (BSH Lärche steht vorn, weil ein Vordach ungeschützt im Wetter hängt), Sichtschalung 19 oder 21 mm quer auf den Sparren, Eindeckung mit Frankfurter Pfanne oder Trapezblech. Haustür und Treppe werden mit gezeichnet, damit der Kunde die Größe einschätzen kann. Sie sind Kulisse und stehen weder in der Holzliste noch im Preis.

Was der Betrieb bekommt

Aus jeder Konfiguration entsteht die Holzliste mit Querschnitten, Längen und Holzvolumen, dazu Dachfläche, laufende Meter Traufe, Ortgang oder Grat und Wandanschluss. Die Geometrie geht als IFC an cadwork, SEMA oder Dietrich's, jeder Stab mit Lage und Rotation. Wie das im Abbundprogramm ankommt, steht unter IFC-Export für Abbundsoftware.

Für die Ausschreibung gibt es GAEB, für die eigene Kalkulation Excel. Der Preis rechnet mit Ihren Bauholzpreisen, Ihrer Marge und Ihren Aufschlägen. Ob der Bauherr ihn sieht, entscheiden Sie je Bauform. Wie das zusammenspielt, zeigt die Seite zum Kalkulationsprogramm für Zimmereien.

Die Anfrage kommt mit Projekt-Check

Beim Vordach entscheidet die Wand über das Angebot, und die kennt der Konfigurator nicht. Deshalb fragt der Projekt-Check vor dem Absenden ab, was der Bauherr weiß: Mauerwerk, Beton, Holzständerwerk oder Wärmedämmverbundsystem. Liegt eine Außendämmung vor der tragenden Wand. Breite der Haustür samt Zarge in Zentimetern.

Dazu die Kleinigkeiten, die sonst beim Aufmaß auffallen: Leuchte, Kamera oder Klingel über der Tür, ob Rinne und Fallrohr mit angeboten werden sollen, und ob die Stelle mit der Leiter erreichbar ist oder ein Gerüst braucht. Die Anfrage ist per E-Mail bestätigt und enthält Dachform, Bauart, Maße, Neigung und Dachfläche als Tabelle.

Was der Konfigurator nicht macht

Er rechnet keine Statik. Die Querschnitte sind Tabellenwerte für Vorkalkulation und Holzliste, der Nachweis bleibt beim Betrieb oder beim Tragwerksplaner. Die Befestigung an der Wand ist nicht Teil des Modells: Ob eine Konsole durch 16 cm Wärmedämmverbundsystem in Porenbeton hält, klärt der Blick vor Ort, kein Konfigurator.

Auch die Dachhaut wird nicht als Bauteil gebaut. Ziegel, Trapezblech, Lattung und Unterdeckbahn laufen als Flächenpositionen über die Dachfläche in den Preis und werden im 3D-Modell nur gezeichnet. Das Walmdach liefert im IFC aus demselben Grund keine Dachflächen, die Stäbe kommen vollständig an.

Preis: 10 € im Monat plus Plattform

Das Vordach kostet 10 € im Monat, dazu 29 € Plattformgebühr, die für alle Bauformen zusammen einmal anfällt. Monatlich kündbar, zzgl. MwSt., bei jährlicher Zahlung sind zwei Monate frei. Die ersten 14 Tage laufen kostenlos und ohne Zahlungsdaten. Die Pakete stehen auf der Preisseite.

Vordach neben Carport und Terrassendach

Die Bauformen laufen im selben Konfigurator und teilen sich Preise, Branding und Anfragestrecke. Der Carport-Konfigurator rechnet mit Flach-, Pult- und Satteldach, das Terrassendach hängt wie das Vordach an der Hauswand. Eine Zeile Einbettcode, alle Bauformen in Ihrem Branding.

Häufige Fragen

Welche Vordächer lassen sich kalkulieren?

Pult-, Sattel- und Walmdach, jeweils freitragend auf Konsolen oder auf Pfosten. Breite 1,00 bis 4,00 m, Ausladung 0,80 bis 2,50 m, freitragend bis 1,50 m.

Bekomme ich eine Holzliste für das Vordach?

Ja. Pfetten, Sparren, Konsolstreben oder Pfosten mit Kopfbändern, Bundbalken und Sichtschalung stehen mit Querschnitt, Länge und Holzvolumen in der Liste.

Rechnet der Konfigurator die Statik?

Nein. Die Querschnitte kommen aus Staffelungstabellen mit Mindestmaßen für bewittertes Sichtholz. Der Nachweis und die Befestigung an der Wand bleiben Sache des Betriebs.

Sieht der Bauherr den Preis?

Nur wenn Sie das wollen. Die Preisanzeige ist je Betrieb abschaltbar, der Konfigurator läuft dann als reines Anfrage-Werkzeug mit Projekt-Check.

Was kostet das Vordach-Modul?

10 € im Monat zuzüglich 29 € Plattformgebühr, monatlich kündbar, alle Preise zzgl. MwSt. Die ersten 14 Tage sind kostenlos.