Abbund
Das Zuschneiden und Bearbeiten der Holzbauteile (Zapfen, Versätze, Ausklinkungen, Bohrungen) vor der Montage, heute überwiegend CNC-gestützt in der Abbundsoftware und -anlage.
Ausführliche Erklärung
Der Abbund beginnt beim Aufmaß und endet mit dem fertig bearbeiteten Bauteil auf dem Lkw. Dazwischen liegt die Werkplanung: Jedes Holz bekommt Länge, Winkel und Bearbeitungen. Aus dieser Planung erzeugt das Abbundprogramm den Maschinendatensatz, den die Anlage abfährt. Beim Handabbund passiert dasselbe auf dem Abbundplatz, angerissen mit Schmiege und Bleistift. Die Maschine braucht dafür mehr als die Länge. Sie braucht den Nullpunkt des Bauteils, die Lage jeder Bearbeitung dazu und die Bauteilorientierung, sonst sitzt die Kerve auf der falschen Seite.
Beispiel aus der Praxis
Ein Kopfband mit beidseitigem Versatz: In der Werkplanung bekommt es die Länge über alles, die beiden Schnittwinkel und die Tiefe der Versätze. Die Anlage sägt die Winkel, fräst die Versätze und beschriftet das Holz mit seiner Positionsnummer. Auf der Baustelle passt es ohne Nacharbeit.
Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen
Zuschnitt meint nur das Ablängen. Vorfertigung geht weiter als der Abbund: Dort entstehen ganze Wand- und Dachelemente, während der Abbund die einzelnen Hölzer liefert.